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Hepatitis-B-Impfstoff in der Karotte  
  Weltweit leiden etwa 350 Millionen Menschen an einer chronischen Hepatitis-B-Infektion. Eine gentechnisch veränderte Karotte könnte in Zukunft den geeigneten Impfstoff liefern. Roh oder in Form von Saft soll die Karotte zum Viruskiller avancieren.  
Wissenschafter der Universität Gießen haben erstmals das Gemüse gentechnisch so verändert, dass es einen Impfstoff gegen die lebensbedrohliche Krankheit bilden kann.
Karotte produziert Oberflächenprotein des Hepatitis-B-Virus
Nach Angaben der Experten ist es gelungen, dass die Karotte ein bestimmtes Oberflächenprotein des Hepatitis B-Virus produzieren kann. Dieser Eiweißstoff rege im Körper die Bildung von Antikörpern an.

Derzeit müsse noch in klinischen Tests geprüft werden, ob durch eine orale Aufnahme eine Immunisierung erreicht werden könne.
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350 Millionen Menschen leiden an Hapatitis-B-Infektion
Nach Angaben der Forscher leiden etwa 350 Millionen Menschen an einer chronischen Hapatitis-B-Infektion Als Spätfolge könne das Virus eine Leberzirrhose und Leberkrebs verursachen. Daher würden mehr als eine Million Menschen weltweit jährlich durch das Virus sterben.
->   Hepatitis B
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Nur rohe Karotten wirksam
Vorstellbar sei, dass die Karotte roh oder in Form von Saft verzehrt werde. Würden das Gemüse gekocht, werde dagegen das von den Pflanzen produzierte Antigen zerstört und damit als Impfstoff wirkungslos.
->   Universität Gießen
 
 
 
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01.01.2010