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Wilde Zukunft: Die Evolution in Millionen Jahren  
  Zufällige Mutation und natürliche Selektion sind die treibenden Kräfte der Evolution: in der Vergangenheit und in der Zukunft. Der Frage, wie die Fauna in Millionen von Jahren aussehen könnte, geht die Universum-Reihe "Wilde Zukunft" nach. Ab 3. Dezember wird die Welt von "Waldflisch", "Silberschwimmer" und Co gezeigt - und muss dabei ohne ein prominentes Lebewesen auskommen: den Menschen.  
Eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern - darunter der österreichische Biologe Kurt Kotrschal - entwarf für die Serie nach strikten Regeln eine Reihe von Kreaturen, wie sie in Zukunft die Welt bevölkern könnten. Aufwändige Animationen erwecken die fabelhaften Geschöpfe und ihre Welt "zum Leben".
->   "The Future is wild"
Der "Meeresflisch", ein fliegender Fisch
 
Bild: The Future is wild

Prinzipien der Evolution
"'Wilde Zukunft' ist ein Gedankenexperiment", meint Universum-Sendungsverantwortlicher Walter Köhler, "das die grundlegenden Prinzipien der Evolution vor Augen führt, wie aus einer Tierart eine andere wird, warum manche Arten aussterben und andere überleben und wie sich das Leben auf große Klimaschwankungen anpasst."
Drei Zukunftsszenarien ... ohne den Menschen
Bild: The Future is wild
Der "Silver Swimmer"
In der Serie wird das Leben in fünf Millionen Jahren am Höhepunkt einer neuen Eiszeit beschrieben, in 100 Millionen Jahren am Höhepunkt eines klimagemachten Treibhauseffekts und in 200 Millionen Jahren, wenn sich alle Erdteile wieder zu einem Superkontinenten vereinigt haben.

Allerdings: Der Mensch ist in diesem Zukunftsszenario komplett ausgeblendet. Köhler zufolge "hat der Mensch heute einen ungeheuren Einfluss auf die Evolution, und der ist unmöglich in die Zukunft zu projizieren."
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Darwins Evolutionstheorie
Der Brite Charles Darwin erkannte als Erster die Gesetzmäßigkeiten, denen die Entstehung neuer Arten folgt. Durch zufällige Mutation entstehen permanent neue Varianten, die sich geringfügig von ihren Vorläufern unterscheiden. Alle Lebewesen durchlaufen die strenge Qualitätskontrolle der "natürlichen Selektion" und sind einem kontinuierlichen Wandel unterworfen.
->   Mehr über Darwins Evolutionstheorie (Vorarlberger Bildungsserver)
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Der "Giant Squid" - ein riesiger Tintenfisch
 
Bild: The Future is wild

Kotrschal: Novitäten aus mäßig spezialisierten Arten
Kurt Kotrschal, Leiter der Konrad-Lorenz-Forschungsstelle für Ethnologie in Grünau, bewertet "Wilde Zukunft" als sehr überzeugend, weil "die Produzenten nicht wild spekuliert haben. Sie haben sich von Geologen, Biologen und Biomechanikern beraten lassen und mit diesem Wissen ein Szenario entworfen, das nach unseren heutigen Kenntnissen über Evolution tatsächlich so stattfinden könnte."

Welche Tiere im Laufe der Zeit aussterben, hat Kotrschal zufolge mit dem Grad der Spezialisierung zu tun. "Die Novitäten entstehen meist aus mäßig spezialisierten Arten. Sie haben die größte Chance, dass aus ihnen etwas völlig Neues entsteht, während die Experten der Spezialisierung bei einer Umweltveränderung meistens verschwinden".
Insekten sind die Überlebenskünstler
Dass - wie die Doku zeigt -, die Insekten alle Veränderungen überleben werden, hält der Biologe für sehr plausibel, "da sich die Insekten schon immer gut anpassen konnten."
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Gewinnspiel und Buch
Begleitend zur Universum-Serie läuft auf events.ORF.at vom 26. November bis 17. Dezember ein Gewinnspiel. Das im vgs-Verlag erschiene Buch "Die Zukunft ist wild" ist seit Oktober 2002 im Handel und ab 3. Dezember 2002 um 35,90 Euro in den ORF-Shops erhältlich.
->   Zum Gewinnspiel "Wilde Zukunft"
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->   Noch mehr Bilder aus der "Wilden Zukunft" in der Ö3 Universum SlideShow
Mehr über Evolution in science.ORF.at:
->   An den Grenzen des Darwinismus
->   Eine evolutionäre Zeitmaschine
->   Der "ewige Kampf" in der Evolution
 
 
 
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01.01.2010