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25-Jähriger zwei Mal "sub auspiciis" promoviert  
  Dem 25-jährige Wiener Georg Schneider gelang ein seltenes Kunststück: Er promoviert bereits zum zweiten Mal "sub auspiciis" - nach einen Mathematikstudium nun in Betriebswirtschaft.  
Für eine "sub auspiciis"-Promotion muss man alle Oberstufen-Klassen mit Vorzug sowie die Matura mit Auszeichnung absolviert haben und an der Uni alle Diplomprüfungen sowie die Dissertation mit "sehr gut" beurteilt bekommen haben.

Dies bei gleich zwei Studien geschafft zu haben, ist in Österreich bisher erst drei Studenten gelungen. Am kommenden Montag wird Schneider an der Universität Wien zum zweiten Mal im Beisein des Bundespräsidenten die Doktorwürde erhalten.
Nach Mathematik nun Betriebswirtschaft
Bild: APA
Georg Schneider
Schneider, am 9. April 1980 in Wien geboren, maturierte am Gymnasium Wenzgasse, und schloss sein Mathematikstudium an der Uni Wien 2002 mit Auszeichnung ab. 2003 folgte dafür seine erste Promotion "sub auspiciis".

Unmittelbar danach begann er das Doktoratstudium der Betriebswirtschaftslehre, das er wiederum mit ausgezeichnetem Erfolg abschloss und nun dafür erneut unter den Auspizien des Bundespräsidenten promoviert wird.

Schneider beschäftigt sich in seiner Forschung am Lehrstuhl für Controlling an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Uni Wien mit der Ausgestaltung von Entlohnungsschemata und optimaler Performance-Messung von Managern.
Erst dreimal geschehen
Seit 1952, so weit reichen die Aufzeichnungen im Bildungsministerium, wurde in Österreich bisher nur drei Personen die Doktorwürde zwei Mal "sub auspiciis" verliehen: Nach einem "Vorzugs"-Studium an der Technischen Universität (TU) Wien absolvierte Helga Beer-Ebenberger 1989 ihr zweites Doktorat in Geisteswissenschaften an der Uni Wien ebenfalls mit "Sehr gut".

Christian Buchta schloss - nach "sub auspiciis"-Abschluss seines Mathematik-Studiums an der TU Wien - 1993 ein Jus-Studium an der Uni Wien ebenfalls "unter den Augen des Bundespräsidenten" ab.

Und Angelika Riemer absolvierte nach dem "sub auspiciis"-Medizin-Doktorat an der Uni Wien im Jahr 2002 ein Doktoratsstudium in Molekularbiologie, für das sie im Vorjahr ebenfalls unter den Auspizien des Staatsoberhaupts promoviert wurde.
Vier weitere "sub auspiciis"
Am diesjährigen "Dies Academicus" dem Gründungstag der Alma Mater Rudolphina Vindobonensis, der sich heuer zum 641. Mal jährt, werden neben Schneider vier weitere Absolventen "sub auspiciis" promoviert.

Dabei handelt es sich um: die gebürtige Slowakin Susanna Balaun (Jahrgang 1969), die an der Comenius-Universität in Bratislava ihr Magisterstudium und an der Uni Wien ihr Doktoratstudium der Musikwissenschaft absolvierte; Verena Kain (Jahrgang 1979), die in Waidhofen an der Thaya maturierte und im Vorjahr ein Physik-Studium abschloss; den Salzburger Matthias Kornexl (Jahrgang 1975), der nach dem Physik-Studium an der Universität Graz sein Doktoratsstudium am Institut für Theoretische Physik der Universität Wien abschloss; und den Wiener Lorenz Stadler (Jahrgang 1977), der sein Doktoratsstudium am Institut für Materialphysik absolvierte.

[science.ORF.at/APA, 9.3.06]
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