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Japanische Forscher lesen Gedanken  
  Japanische Forscher haben eine neue Technologie entwickelt, die Gedanken des menschlichen Hirns sichtbar machen könnte. Zumindest gelang ihnen dies bei einfachen Bildern.  
Bei ihren Experimenten konnten sie durch Messung der Hirnaktivität herausfinden, welcher Buchstabe den Testpersonen zuvor gezeigt wurde.
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Die Studie "Visual Image Reconstruction from Human Brain Activity using a Combination of Multiscale Local Image Decoders" von Yoichi Miyawaki et al. ist in der aktuellen Ausgabe von "Neuron" (Bd. 60, 10.Dezember 2008, DOI: 10.1016/j.neuron.2008.11.004) erschienen.
->   Zum Abstract
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Nervenaktivitäten werden sichtbar
Für die Studie der Wissenschaftler von den ATR Computational Neuroscience Laboratories mussten die Testpersonen zunächst etwa 400 Standbilder betrachten, um die individuellen Aktivitätsmuster im Hirn zu erforschen.

Danach zeigten die Forscher den Probanden die sechs Buchstaben des Wortes "Neuron" und machten diese nach ihrem "Aufflackern" im Gehirn durch Messung der Nervenaktivitäten auf einem Computerbildschirm sichtbar.

Die Wissenschaftler versprechen sich von der Weiterentwicklung des derzeit noch sehr primitiven Verfahren vielseitige Anwendungsmöglichkeiten. Wenn es eines Tages gelänge, die Signale an die Nervenzellen im Hirn vollständig in Bilder umzusetzen, könnten man laut Forschungsteam Träume und Gedanken wie Filme oder Fernsehsendungen sehen.

[science.ORF.at/AFP, 11.12.08]
->   ATR Computational Neuroscience Laboratories
Mehr dazu in science.ORF.at:
->   Computer sagt Hirnaktivität voraus (30.5.08)
->   Premiere: Prothese, die durch Gedanken gesteuert wird (13.11.07)
->   Die Gedankenlesemaschine (26.4.05)
 
 
 
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