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PISA-Studie: Umweltwissen ist durchschnittlich  
  Das Umweltwissen österreichischer Schüler im Alter von 15 Jahren ist im internationalen Vergleich nur durchschnittlich. Das zeigt eine Sonderauswertung der internationalen Bildungsvergleichsstudie PISA.  
Nach der am Dienstag bei der UNESCO-Weltkonferenz "Bildung für nachhaltige Entwicklung" in Bonn vorgestellten Studie liegt Österreich beim Wissen der Schüler über Umweltprobleme und deren naturwissenschaftliche Hintergründe auf Platz 28 der 57 teilnehmenden Länder, nur knapp über dem OECD-Schnitt. Sieger ist einmal mehr Finnland vor Hongkong und Estland.
Unterschiede zwischen den Schülern
Jeder sechste österreichische 15-Jährige (15,4 Prozent) kann nicht einmal die einfachsten umweltbezogenen Fragen aus der PISA-Studie beantworten, weitere 21 Prozent sind nur in der Lage, einfachste wissenschaftliche Aufgaben zu lösen. OECD-weit sind gut 40 Prozent der Schüler nicht in der Lage, zumindest eine der Quellen für Sauren Regen (z.B. Autoabgase oder Fabriksemissionen) zu benennen.

Das schon beim Hauptteil der PISA-Studie auffällige schlechte Abschneiden von Kindern mit Migrationshintergrund in Österreich schlägt sich auch beim Umweltwissen nieder: Österreich ist mit einer Differenz von fast 70 Punkten zwischen inländischen Schülern und Migrantenkindern absolutes Schlusslicht.
Interessiert und betroffen
Dabei sind die meisten österreichischen Schüler - so wie ihre Kollegen in den anderen OECD-Ländern - an Umweltthemen interessiert und halten diese auch für wichtig. Mehr als 90 Prozent der heimischen 15-Jährigen geben an, vertraut mit Themen wie Luftverschmutzung (99 Prozent), Energieknappheit (90 Prozent), dem Aussterben von Pflanzen und Tieren (99 Prozent), großflächigen Waldrodungen (98 Prozent), Wasserknappheit (94 Prozent) oder radioaktivem Abfall (90 Prozent) zu sein.

Gleichzeitig fühlt sich auch der Großteil der Jugendlichen von diesen Themen persönlich betroffen - das Spektrum reicht dabei von 95 Prozent von der Luftverschmutzung bis zu 68 Prozent von der Wasserknappheit.
Pessimistischer Blick in die Zukunft
Für die Zukunft sind die österreichischen Schüler allerdings sehr pessimistisch, was die Umweltsituation angeht: So glauben nur zehn Prozent der Österreicher, dass sich in den nächsten 20 Jahren die Luftverschmutzung verbessern wird (OECD-Schnitt: 16 Prozent), 16 Prozent sind hinsichtlich Energieknappheit zuversichtlich (OECD: 21 Prozent).

Beim Artensterben sind nur sieben Prozent der österreichischen Jugendlichen optimistisch (OECD: 14 Prozent), bei Waldrodungen fünf Prozent (OECD: 13 Prozent). Bei der Wasserknappheit glauben zehn Prozent (OECD: 18 Prozent) an Verbesserungen und beim nuklearen Abfall acht Prozent (OECD: 15 Prozent).

[science.ORF.at/APA, 31.3.09]
->   UNESCO-Weltkonferenz Bildung für nachhaltige Entwicklung
 
 
 
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