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Der Wind hat genug Energie für alle  
  Ein weltweites Netzwerk von Windkraftwerken könnte den gesamten aktuellen und künftigen Strombedarf der Menschheit befriedigen. Das ergibt eine aktuelle US-Studie.  
Selbst bei einer durchschnittlichen Leistung von nur 20 Prozent ihrer Kapazität könnte ein solches Netzwerk aus 2,5-Megawatt-Windenergieanlagen laut den Forschern allein in den USA das 16-Fache des heutigen Bedarfs produzieren.
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Die Studie "Global potential for wind-generated electricity" von Xi Lu et al. ist in den "Proceedings oft he National Academy of Sciences" (DOI: 10.1073/pnas.0904101106) erschienen.
->   Zum Abstract der Studie
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Unbesiedelte Flächen werden genutzt
Michael McElroy und seine Mitarbeiter von der Harvard-Universität in Cambridge benutzten für ihre Berechnungen die Winddaten eines Modells, bei dem die Erde in Flächenelemente von jeweils rund 50 mal 66,7 Kilometer und Höhenschichten von jeweils hundert Metern unterteilt wurde.

Sie schlossen alle Flächen aus, die sich nahe an dicht besiedelten Gebieten oder in waldreichen oder größtenteils schneebedeckten Gegenden befinden. Vor den Küsten wurden bis zu 50 Seemeilen breite Streifen bis zu einer Wassertiefe von 200 Metern mit eingeschlossen.
Mehr Strom als nötig
Dabei berechneten die Forscher, dass das Potenzial der Windenergie weit über den Bedarf hinaus geht: Weltweit könnten mit Hilfe von Rotoren theoretisch bis zu 1,3 Millionen Terawattstunden (TWh) pro Jahr erzeugt werden.

Im Jahr 2006 lag der weltweite Stromverbrauch nach Daten der Internationalen Energieagentur (IEA) bei 15 666 Terawattstunden - das sind gerade einmal 1,2 Prozent des errechneten Potenzials. Die größten Möglichkeiten hätte der Studie zufolge Russland mit einem Windpotenzial von 140 000 Terawattstunden. Für Deutschland liegt es demnach bei 4 100 Terawattstunden.
Windenergie als großes Potenzial
Die theoretische Studie zeige, dass selbst bei der Konzentration auf eine einzige erneuerbare Energieform die Bedürfnisse der Menschheit befriedigt werden könnten, schreiben die Autoren.

Auch wenn eine Realisierung in diesem Umfang utopisch sei, so zeige sie doch die Bedeutung des Windes. Etwa ein Prozent der von der Erde absorbierten Sonnenenergie wird in Wind umgewandelt.

[science.ORF.at/dpa, 23.6.09]
->   Michael McElroy
 
 
 
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