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Preis für Kritiker der Rechtschreibreform  
  Der Germanist Theodor Ickler, einer der prominentesten Kritiker der Rechtschreibreform, erhält den diesjährigen deutschen Sprachpreis der Henning-Kaufmann-Stiftung.  
Ickler ist Professor für Deutsch als Fremdsprache am Institut für Germanistik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Die Auszeichnung ist mit umgerechnet 105.00 Schilling dotiert und wurde von der Henning-Kaufmann-Stiftung zur Pflege der Reinheit der deutschen Sprache im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft verliehen.
Theorie und Geschichte der Orthografie
Die Stiftung würdigt damit nach eigenen Angaben "die vielfältigen und richtungweisenden Arbeiten eines bedeutenden deutschen Sprachwissenschaftlers, vor allem auf dem Gebiet der Orthografietheorie und Orthografiegeschichte".

Mit seiner auch in Buchform erschienenen umfassenden und konstruktiven Kritik an der Rechtschreibreform sowie seiner vorbildlichen Aufbereitung und Darstellung der allgemein üblichen Rechtschreibung in seinem "Rechtschreibwörterbuch" habe Ickler der deutschen Sprachgemeinschaft und ihrer Kultursprache einen großen Dienst erwiesen.
In der Tradition deutscher Sprachwissenschaft
Auch habe er einen Weg gezeigt, der aus der Krise der deutschen Rechtschreibung heraus führen könne. Icklers Schriften zur deutschen Orthografie knüpften wie all seine Werke in ihrem Sachverstand, ihrer philologischen Akribie und ihrem wissenschaftlichen Ethos an die guten Traditionen deutscher Sprachwissenschaft an.

Außerdem zeichneten sie sich durch eine beispielhaft klare, verständliche und geschliffene Wissenschaftssprache aus.

(APA/AP)
->   Henning-Kaufmann-Stiftung
->   Institut für Germanistik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
 
 
 
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01.01.2010