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Google-Monopol gefährdet freien Wissenszugang  
  Monopolstellungen unter Suchmaschinen gefährden den freien Wissenszugang. Das meint ein neuer Verein in Deutschland, der vom Aufbau einer dezentralen und kooperativen Suchmaschinen-Struktur träumt.  
Wie der Online-Nachrichtendienst heise.de meldet, wurde bei der ersten Veranstaltung des im Juli gegründeten gemeinnützigen Vereins zur "Förderung der Suchmaschinen-Technologie und des freien Wissenszugangs" (SuMa-eV) eine Untersuchung einer Medienwissenschaftlerin präsentiert, die die Monopolthese untermauert.
90 Prozent Google-Jünger
Nadine Schmidt-Mänz von der Universität Karlsruhe fand in einer Befragung von mehr als 6.000 Suchmaschinen-Anwendern heraus, dass mehr als 90 Prozent als erste Suchmaschine "Google" benutzen. 70 Prozent beachten nur die ersten fünf Treffer einer Ergebnisliste.

Durch die Konzentration im Suchmaschinenmarkt fürchtet der Verein um den freien Zugang zu Wissen. Suchmaschinen würden unter anderem kontrollieren, in welcher Reihenfolge und Wertigkeit die Ergebnisse einer Recherche angezeigt werden. Die Suchmaschine bestimmt, welche Informationen verfügbar und welche nicht zugänglich sind, so der Verein laut heise.de.
Ziel: Aufbau einer dezentralen Suchmaschine
Eine Bachelorarbeit zeigte, dass von den 320 Millionen Seiten, die den deutschen Anteil im "World Wide Web" ausmachen, Google als Suchmaschine mit dem größten Index zirka 60 Prozent erfasst.

Fernziel des Vereins ist der Aufbau einer dezentralen und kooperativen Suchmaschinen-Struktur in Deutschland als Alternative zu den kommerziellen Anbietern.

[science.ORF.at, 25.11.04]
->   heise.de
->   SuMa-eV
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01.01.2010