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Einfluss von Langlebigkeitsgen bestätigt  
  Eine Studie hat die Rolle eines kürzlich entdeckten Langlebigkeitsgens bestätigt. Demnach tritt die Genvariation auffällig oft bei sehr alten Menschen über 100 Jahren auf und beeinflusst die Lebenserwartung.  
Die Forscher von der Universität Kiel hatten DNA-Proben von 388 hundertjährigen Deutschen mit 731 jüngeren Menschen verglichen.
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Die Studie "Association of FOXO3A variation with human longevity confirmed in German centenarians" von Friederike Flachsbart et al. ist in der aktuellen Ausgabe der "Proceedings of the National Academy of Sciences" (3. Februar 2009, DOI: 10.1073/pnas.0809594106) erschienen.
->   Zum Abstract der Studie (sobald online)
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Weltweite Rolle
Amerikanische Forscher hatten im September 2008 über eine Anreicherung der genannten Genvariante bei sehr alten amerikanischen Männern japanischer Herkunft berichtet. Es fehlten jedoch Untersuchungen bei anderen Bevölkerungsgruppen.

Mit der deutschen Stichprobe und mit Untersuchungen in Frankreich ist laut den Forschern der Zusammenhang zwischen dem Gen FOXO3A und Langlebigkeit nunmehr bestätigt und auch für Frauen festgestellt worden.

Dieser Befund sei von besonderer Bedeutung, weil Japaner und Europäer genetisch relativ unterschiedlich sind, erläuterte die Leiterin der Kieler Forschungsgruppe "Gesundes Altern", Almut Nebel. "Jetzt können wir davon ausgehen, dass dieses Gen für das Erreichen eines hohen Alters wahrscheinlich weltweit eine Rolle spielt."
Besonders deutlicher Effekt bei 100-jährigen
FOXO3A ist für die genetische Altersforschung von großem Interesse, seit es in den 90er Jahren in Wurm und Fliege als altersrelevant beschrieben wurde.

"Am schwierigsten ist es, für solch eine Studie hochbejahrte Teilnehmer zu gewinnen, insbesondere 100-Jährige. Interessanterweise sind die genetischen Effekte bei 100-jährigen Menschen deutlicher zu sehen als bei 90-jährigen", schilderte Friederike Flachsbart vom Institut für Klinische Molekularbiologie der Universität Kiel.

Mit Unterstützung der schleswig-holsteinischen Biodatenbank Popgen, die zurzeit mehr als 660 Erbgutproben von 100-Jährigen enthält, kann das Institut auf eine der weltweit größten DNA-Sammlungen sehr alter Probanden zugreifen.

[science.ORF.at/APA/dpa, 3.2.09]
->   Almut Nebel
 
 
 
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01.01.2010