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Uni Wien: Studenten wollen "zurück zum Start"  
  Die Studenten an der Universität Wien wollen bei der Erstellung eines neuen Organisationsplans "zurück an den Start". Der von Rektor Georg Winckler vorgelegte Entwurf dürfe so nicht in Kraft treten.  
Dies habe eine Hörerversammlung am Donnerstag entschieden, erklärte die Vorsitzende der Hochschülerschaft an der Uni Wien, Maria Lettner, in einer Aussendung am Freitag.
Kritik: Studierende aus Diskussion ausgeschlossen
"Uns musste schmerzlich bewusst werden, dass Rektor Winckler Studierende nicht als Teil der Universität wahrnimmt", kritisierte Lettner. Diese seien aus der Diskussions- und Erstellungsphase des neuen Organisationsplans konsequent ausgeschlossen worden:

"Das Resultat ist ein Organisationsplan, der sämtliche Entscheidungsgewalt im Rektorat konzentriert."

Der von Rektor Georg Winckler Anfang November vorgelegte Entwurf kann allerdings nicht - wie geplant - am 1. Jänner in Kraft treten, weil er auf Grund von Vorbehalten des Senats nicht mehr fristgerecht dem Uni-Rat vorgelegt werden kann.
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Hintergrund: Neuer Organisationsplan für Uni Wien
Der vorläufig blockierte Plan sieht für die Universität Wien künftig 18 statt derzeit sieben Fakultäten (ohne Medizin, Anm.) vor. Weiteres sollen statt derzeit drei Ebenen (Rektor, Fakultäten, Institute) künftig mit Rektorat und Fakultäten nur mehr zwei existieren. Institute könnten demnach nur fakultativ eingerichtet werden und sind auch dann nur Teil der Binnenstruktur einer Fakultät.
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Zunächst provisorischer Organisationsplan
Wegen der Verzögerung wird am 1. Jänner daher ein provisorischer Organisationsplan in Kraft treten. Dieser sieht die Schaffung von elf Organisationseinheiten (die sieben bisherigen Fakultäten sowie die vier überfakultären Institute) sowie den vorläufigen Weiterbestand der Institute vor.
Demo für Samstag geplant
Gegen den neuen Organisationsplan soll auch demonstriert werden. Die Hochschülerschaft plant für Samstag ab 12.00 Uhr einen Protestmarsch vom Westbahnhof zur Universität Wien, hieß es am Freitag gegenüber der APA.

Außerdem richtet sich die Demo "gegen das Universitätsgesetz 2002, Bildungsabbau und neoliberalen Umbau" und tritt "für eine andere Gesellschaft, für freien Bildungszugang, für wirkliche Autonomie und für Mitbestimmung" ein. Erwartet werden laut Hochschülerschaft mehrere hundert bis etwa 1.000 Studenten.
->   Universität Wien
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01.01.2010